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2008



DIDGE(R)EVOLUTION

Frank Geipel, 21.9.2008

Nach 6 Jahren privater theoretischer und experimenteller (low budget) Forschung getrieben durch Neugier und der Sehnsucht nach individuell spielbaren Wunschinstrumenten ist jetzt ein vorläufiger Höhepunkt des gemeinsamen Didge-Forschungs-Projektes (Geipel / Reimer) erreicht.

Zahlreiche Didge-Spieler aus aller Welt möchten wissen, ob es möglich ist, ein Instrument nach ihren individuellen Wunschvorstellungen zu schaffen. Mit unseren Computer-Aided-Dideridoo-Sound-Design-Tools (CADSD) ist das seit einigen Jahren möglich, erforderte aber viel Erfahrung und lange Simulations-Zeiten, da viele Didge-Innenformen von Hand eingestellt und variiert werden mussten, um das gewünschte Klangspektrum zu erreichen.

Es war bisher nicht möglich, ein Ziel-Spektrum vorab einzustellen und automatisch Vorschläge für entsprechende Innenformen zu berechnen. Um dies zu erreichen, startete ich Anfang 2008 das Projekt „Didge(R)Evolution“ - die Anwendung und Weiterentwicklung von der Natur nachempfundenen Evolutionsalgorithmen zur Generierung der gewünschten Formen aus einer praktisch unüberschaubaren, unendlichen großen Vielfalt möglicher Formen.

Das aktuelle Projekt-Highlight ist ein Simulationssystem, das auf Basis eines weiterentwickelten high Performance Simulations-Modells mittels neu entwickelter Didgeridoo-spezifischer Directed-Evolution-Methoden beliebige Wunschinstrumente generieren kann. Es funktioniert wie ein „lebendes“ Evolutions-System, in dem man Instrumente mit vielen spezifischen Ziel-Parametern quasi „züchten“ kann. Die entstehenden Innenformen sehen oft den Querschnittsverläufen guter termitenausgefressener Instrumente ähnlich, mit dem Unterschied, dass die Methode fähig ist, auch Formen zu generieren, die in der Natur wahrscheinlich nicht vorkommen.


 

Es geht noch weiter. Der volle Beitrag ist hier zu lesen: CADSD / DIDGE(R)EVOLUTION


Logbuch / History
Common Didgeridoo research project

Um die am Didgeridoo interessierte weltweite Spielergemeinschaft zu erreichen und zu inspirieren, hatten wir uns (2003) entschieden, nicht in wissenschaftlichen Fachmedien zu publizieren. Aus diesem Umfeld existieren inzwischen Fälle, wo partiell Informationen aus unserem Projekt ohne Quellenangabe verwendet bzw. vorhandene Quellen unvollständig gelistet werden.

Juni 1998
Erkenntnis, dass die Klangcharakteristiken wesentlich durch die Innenformen (durch Termiten zufällig ausgefressen oder handwerklich erzeugt) bestimmt werden. Erste Versuche mit modifizierten Slide-Didgeridoos (Eigenbau).
(Reimer)

Januar 1999
Entwicklung des „Test-A-Doo“ zur experimentellen Überprüfung verschiedener Innenformen während des Spielens.
(Reimer)

Juni 2001
Auflegung der Website www.testadoo.de
(Reimer)

Mai 2003
Anwendung der Transmission-Line-Methode zur Simulation von Impedanzspektren komplexer Didgeridoo-Innenformen zur Bestimmung anspielbarer Overblows.
(Geipel)

Entwicklung der Wasserstands-Methode zur Rekonstruktion von Querschnittsverläufen interessanter Didgeridoo-Innenformen.
(Reimer)

Juni 2003
Start der Kooperation Reimer / Geipel

August 2003
Entwicklung von Methoden zur Simulation von Klangspektren komplexer Didgerodoo Innenformen und der ersten CADSD-Software (Computer-Aided-Dideridoo-Sound-Design). Erklärung von Singtönen und Mischtonverstärkung.
(Geipel)

November 2003
Erste deutsche Ausgabe des Buches „Das Didgeridoo Phänomen“ und Erklärung der Innenformabhängigkeit der Klangausprägung in Didgeridoos.
(Mit Kapiteln von Reimer „Dem Wunschklang auf der Spur“ und Geipel „CADSD – Simulation von Klangspektren komplexer Didgeridoo-Innenformen“)

Oktober 2003
Erweiterung der Website zu www.didgeridoo-physik.de
(Reimer / Geipel)

April 2004
Artikel im Didgeridoo & Co Magazin
Bautechnik / Physics and construction
"Das Digital Design Didge" / "The digital Design Didge"
(Geipel)

September 2004
GFK Prototypenbau nach Sackmethode (ähnlich Hempstone Didges) zur experiemtellen Verifikation der CADSD-projektierten Didgeridoos
(Reimer)

Oktober 2004
Erste englische Ausgabe des Buches „The Didgeridoo Phenomenon“.
(Mit Kapiteln von Reimer „Seeking the desired sound“ und Geipel „CADSD – Simulation of sound spectra of complex Didgeridoo interior forms“)

November 2004
Erforschung und Erklärung des Oberton-Wobble-Effektes bei Yidakis mittels NEAL-Spieltechnik.
(Geipel)

September 2007
Erforschung und Erklärung der Mischtonverstärkung bei Magos mittels WAL-Spieltechnik
(Geipel)

März 2008
Einbau neuer Erkenntnisse in die erste High-Performance CADSD-Version
(Geipel)

Mai 2008
Start des Didge(R)Evolution Projektes
(Geipel)

September 2008
Erste zielgerichtete Evolution von Didgeridoos mit beliebigen physikalisch möglichen Klang- und Spielcharakteristiken
(Geipel)

To reach and inspire the world-wide player community interested in the Didjeridu, we had decided (2003) not to publish in scientific specialized media. From that surrounding field in the meantime cases exists, where partially information from our project without indication of source is used and/or existing sources are listed incompletely.

June 1998
Knowledge, that the sound characteristics are determined substantially by the interior forms (by termites coincidentally eaten or handmade). First experiments with sliding elements in didjeridus (handmade).
(Reimer)

January 1999
Development of the “Test-A-Doo“ for the experimental examination of different interior forms during playing.
(Reimer)

June 2001
Presenting the website “Test-A-Doo”.
(Reimer)

May 2003
Use of the transmission line method to simulation of impedance spectra of complex Didjeridu interior forms for the determination of playable overblows (toots).
(Geipel)

Development of the water level method for the reconstruction of cross-sectional contours of interesting Didjeridu interior forms.
(Reimer)

June 2003
Start of cooperation Reimer/Geipel

August 2003
Development of methods for the simulation of sound spectra of complex Didjeridu interior forms and the first CADSD software (Computer-Aided-Didjeridu-Sound-Design). Explanation of singing harmonics and heterodyne amplification.
(Geipel)

November 2003
First German expenditure of the book „The Didgeridoo phenomenon “and explanation of the interior form dependence of sound development in Didjeridus.
(With chapters from Reimer „Dem Wunschklang auf der Spur“ und Geipel „CADSD – Simulation von Klangspektren komplexer Didgeridoo-Innenformen“)

October 2003
Extension the website “Test-A-Doo” to “didgeridoo-physik.de”
(Reimer / Geipel)

April 2004
Article in the “Didgeridoo & CO magazine”
Physics and construction / The digitally didge
(Geipel)

September 2004
Building of prototypes according to bag method (similar Hempstone Didges) for the experimental verification of CADSD designed Didjeridus
(Reimer)

October 2004
First English expenditure of the book „The Didgeridoo Phenomenon“.
(With chapters form Reimer „Seeking the desired sound“ and Geipel „CADSD – Simulation of sound spectra of complex Didgeridoo interior forms“)

November 2004
Study and explanation of the harmonic wobble effect during Yidaki playing with NEAL style.
(Geipel)

 

September 2007
Study and explanation of the heterodyne amplification during Mago playing with WAL style.
(Geipel)

March 2008
Installation of new knowledge into the first high performance CADSD version.
(Geipel)

May 2008
Start of the Didge(R)Evolution project.
(Geipel)

September 2008
First directed evolution of Didjeridus with free definable physically possible sound and play characteristics.
(Geipel)


 

aktualisierte Version / new version: Logbuch / History

 


 Traumstock-Trailer und Bau-Bericht

 

Ein toller Trailer zum neuesten Bauprojekt von Bernd Lötzsch! Unbedingt anschauen!
20.06.2008


Demonstrations-Experimental-Vortrag incl. Workshop

Im Rahmen eines von Manfred Scheffknecht privat organisierten Didge-Events stellte Frank erstmalig die komplexe Materie der Didge-Akustik in multimedialer interaktiver Form vor. Die an diesem speziellen Thema interessierten Gäste kamen aus einem Umkreis von Zürich bis Stuttgart und prägten mit vielen individuellen Fragen diesen Workshop. Die daraus gewonnenen Erfahrungen werden in die Gestaltung weiterer Workshops fließen.

17.5.2008   Kay Reimer


 CADSD Mago-Typ

 

Magos sind ausgesuchte Didgeridoos aus dem Western- und Zentral-Arnhemland, die sich mit geeigneter Spieltechnik durch „harte“ Obertöne und typische tiefe „gurgelnde“ Mischtöne aus Stimme und Instrumenteneigenfrequenzen auszeichnen. Eine interessante Materie für die Instrumentenprojektierung.

Hier ein von mehreren CADSD projektierten neuen Instrumenten. Ein Mago-Typ in F. Es wurde von Zoran Ristivojcevic in Österreich nach einem CADSD-Bauplan aus Robinienholz gefertigt und nur minimal von mir nachgetunt.

 

16.03.08 Frank Geipel

Soundbeispiel von Frank:



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5.1.2008